Über das Projekt

„Kompetenzen für die digitale Gesellschaft erschöpfen sich nicht im richtigen Bedienen von technischem Gerät, sondern beinhalten deutlich weitergehende Fertigkeiten, die Bürgerinnen und Bürgern einen kenntnisreichen, kritischen, kreativen und widerstandsfähigen Umgang mit digitalen Medien ermöglichen.“ 

(Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Digitale Agenda für eine lebenswerte Gesellschaft. Ansätze und Werkzeuge für eine digitale Gesellschaftspolitik, 2. Auflage, 2018)

Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und in Kooperation mit einem Team um Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg und Prof. Dr. Thomas Wilke (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg – Abteilung Kultur- und Medienkompetenz) sowie einem Team um Prof. Dr. Dagmar Hoffmann (Universität Siegen – Lehrstuhl für Medien und Kommunikation) Studien und Modelle zu Medien- und Digitalkompetenz systematisch zusammengetragen. Die Studien wurden hinsichtlich der verwendeten Begriffe, empirischen Umsetzungen und zentraler Befunde analysiert, sowie für dieses Online-Angebot aufbereitet und zugänglich gemacht. Die Ergebnisse fokussieren auf Annahmen über die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, thematisierte Kompetenzanforderungen, sowie die Perspektive der Kompetenzträgerinnen und -träger in aktuellen Kompetenzmodellen und Studien.
Folgende Fragestellungen standen dabei im Fokus:

  • Auf welchen Annahmen über die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung werden aktuelle Modelle für sogenannte „Digitalkompetenzen“ formuliert?
  • Welche Kompetenzanforderungen werden in aktuellen Modellen bezüglich dieser Entwicklungen benannt? Inwiefern bestehen systematische Unterschiede zwischen den aktuell diskutierten Modellen? Inwiefern ist eine Synthese in ein übergreifendes Rahmenmodell möglich?
  • Inwiefern wird in Kompetenzmodellen auch die Perspektive der Kompetenzträgerinnen und -träger auf die abgefragten Kompetenzen einbezogen? Inwiefern werden bei empirischen Studien auch die Lebenskontexte der Befragten und Berührungspunkte mit Prozessen der Digitalisierung berücksichtigt?