Künstliche Intelligenz in den Medizin- und Lebenswissenschaften

Kurzbeschreibung

Der Autor schafft in seiner Expertise einen Überblick über den Einsatz von und Perspektiven Künstlicher Intelligenz in der Medizin und in den Lebenswissenschaften. Ein Ausschöpfen des Potenzials für Diagnostik, Therapie und Wissenschaft kann nur mit einer wohlwollenden Grundhaltung und kritischen Offenheit der Bevölkerung gegenüber neuen Technologien einhergehen. Hierfür betont er die Notwendigkeit von Informations- und Aufklärungskampagnen für alle Bürger*innen, sodass diese ein wirklichkeitsnahes Grundverständnis für die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz entwickeln können.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Künstliche Intelligenz wird - wie frühere Technologien auch - einen gesellschaftlichen Wandel bewirken. In den Lebenswissenschaften bieten Anwendungen Künstlicher Intelligenz Potenziale, beispielsweise beim Lösen grundlegender Probleme. Das kann zu neuen Innovationszyklen in diesem Bereich führen. In der Medizin werden in KI-Lösungen große Hoffnungen gesetzt, zum Beispiel bei der Diagnose oder der Vorhersage von Krankheitsverläufen. Entscheidend für die Einschätzung der Folgen von Künstlicher Intelligenz wird die Schaffung bestimmter Vorraussetzungen für KI-Lösungen, wie unter anderem die Unterbindung einer Datenmonopolisierung, sein. Wenn solche Vorraussetzungen nicht erzielt werden oder Künstliche Intelligenz zum Machterhalt oder -gewinn verwendet wird, ergeben sich hingegen Folgen, die den freiheitlichen und demokratischen Ansprüchen der Gesellschaft nicht gerecht werden.

Kompetenzanforderungen

Fehlendes Wissen sowie Fehlinformationen zum Thema Künstliche Intelligenz verursachen Verunsicherung bei Bürger*innen. Daraus kann Ablehnung enstehen. Deswegen ist es wichtig, ein Grundverständnis für die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es ist nötig, die Bevölkerung an den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Medizin und den Lebenswissenschaften differenziert heranzuführen. Dazu sollten unterschiedliche Foren geschaffen werden, in denen auf diese Themen aufmerksam gemacht werden kann und ein Dialog mit der Gesellschaft möglich wird. Die Wissenschaft ist gefordert, die eigenen Kommunikationskompetenzen für ein komplexes Thema wie Künstliche Intelligenz zu verbessern. Bei Bürger*innen soll Interesse und Verständnis geweckt werden. Daraus lassen sich wichtige Anforderungen ableiten: "eine kontinuierliche Informierung über die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in den unterschiedlichen Lebenswelten, eine differenzierende Betrachtung unterscheidlicher Einsatzbereiche, eine faktenbeasierte Berichterstattung über Möglichkeiten, Chancen und Limitationen von Künstlicher Intelligenz und eine ethische Debatte über die Konsequenzen von KI-Lösungen für unsere Gesellschaften" (s. 12). Kompetenzen und Kompetenzanforderungen altersspezifisch zu entwickeln, ist wichtig, da sich zukünftig unterschiedliche Anforderungen an die jeweiligen Altersgruppen stellen.

Kompetenzdimensionen

Kognitive Dimension: KI-bezogenes Wissen, damit Bürger*innen faktenbasierte Entscheidungen und Einschätzungen zum Thema Künstliche Intelligenz in Medizin und Lebenswissenschaften treffen können; Grundverständnis von Möglichkeiten von KI.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

keine Angabe

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

Um Wissen über Künstliche Intelligenz aufbauen zu können, stellt der Autor fest, dass Weiterbildungsangebote für alle Altersgruppen wichtig sind. Auch wissenschaftliche Akademien und politische Akteure sind hier in der Pflicht für Informationsangebote fördernde Rahmenbedingungen zu schaffen.

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Schultze, J. (15.06.2021). Künstliche Intelligenz in den Medizin- und Lebenswissenschaften. Digitales Deutschland. https://digid.jff.de/kuenstliche-intelligenz-in-der-medizin-und-den-lebenswissenschaften-prof-dr-med-joachim-l-schultze/

Zuletzt geändert am 31. August 2022.