D21 Digital Index 2018/2019. Jährliches Lagebild zur Digitalen Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Der Digital-Index (hier 2018/2019) ist eine jährlich herausgegebene empirische Studie, die untersucht, wie die Gesellschaft mit durch die Digitalisierung eingehenden Veränderungen umgeht. Der Digital-Index vereint die Dimensionen Zugang, Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit in einer Kennzahl. Für die Studie wird eine repräsentative Stichprobe der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren befragt. Dabei werden die Anforderungen jährlich an die fortschreitende Digitalisierung angepasst. Anders als im Digital-Index 2017/18 beschreibt der vorliegende Digital-Index das Modell für Digitalkompetenzen nicht detailliert, verwendet das vorgestellte Modell aber weiterhin. Dabei beschränkt sich der Text auf die Ergebnisse zu Kompetenz im Rahmen der vier Dimensionen des Digital-Index. Vertiefend betrachtet werden 2018/19 die Bereiche vernetzte Lebenswelten und digitales Arbeiten. Im Ergebnis lässt sich sagen, dass die deutsche Gesellschaft immer digitaler wird. Die Zahl der digital Abseitsstehenden hat sich verkleinert, während sich die Zahl der digitalen Vorreiter vergrößert hat.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Digitalisierung gehört immer mehr zum Alltag der meisten Menschen, viele zählen sich zu den digitalen Vorreitern. Je selbstverständlicher Digitalisierung allerdings Teil des Alltags wird, desto höher ist die Gefahr, dass die Abseitsstehenden den Anschluss verlieren und nicht mehr gesellschaftlich teilhaben können.

Kompetenzanforderungen

Kennen und Verstehen von Begriffen; Ausführen von bestimmten Tätigkeiten

Kompetenzdimensionen

Instrumentell-qualifikatorische Dimension: Kenntnisse einer Programmiersprache; Dateien zwischen Geräten übertragen.

Kognitive Dimension: Erkennen von Fakenews; Bewusstsein über Weitergabe persönlicher Daten; Kenntnis und Verständnis von Begriffen.

Soziale Dimension: Anderen bei Internet-/Computerproblemen helfen.

Affektive Dimension: Souveräner Umgang mit Anfeindungen in sozialen Netzwerken.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

keine Angabe

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

In der Studie werden demographische Angaben wie das Bildungsniveau und Rahmenbedingungen, wie städtisches oder ländliches Wohnen sowie Möglichkeit des mobilen Arbeitens einbezogen.

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Zentrale empirische Befunde über Kompetenz

Die deutsche Gesellschaft wird immer digitaler und die Zahl der digital Außenstehenden nimmt ab. Großstadtbewohner*innen nutzen digitale Anwendungen häufiger und kompetenter als die Landbevölkerung. Digitale Kompetenzen im Umgang mit Computer- und Internetanwendungen nehmen zu. Die Selbsteinschätzung von Männern liegt dabei im Schnitt höher als die der Frauen. Fachbegriffe aus der digitalen Welt werden seltener gekannt als im Vorjahr. Teilweise wird die eigene Kompetenz von den Befragten überschätzt, da sie angeben, Begriffe erklären zu können, jedoch auf Nachfrage eine falsche Erklärung aussuchen.

Quellenangabe

Initiative D21 (2019). D21 Digital Index 19/20. Jährliches Lagebild zur Digitalen Gesellschaft. Abgerufen von https://hdms.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/6451/file/d21_index2018_2019.pdf

Zuletzt geändert am 17. März 2021.