Digitale Kompetenzen: Computational Thinking als Basis eines Kompetenzmodells

Kurzbeschreibung

Im vorliegenden Beitrag entwickeln die Autor*innen nach einer kurzen Einführung in die Thematik von Modellen und Theorien ein Konzeptstrukturmodell für digitale Kompetenzen. Als Grundlage dafür dienen Kompetenzen, die unter dem Begriff Computational Thinking zusammengefasst sind. Sie stellen im Modell die Produktdimension dar. Hinzu kommen eine Wissens- und Prozessdimension aus der Taxonomie von Anderson et al. (2001). Aus einer Kombination der drei Dimensionen lassen sich verschiedene Kompetenzziele ableiten. Das Modell soll Lehrkräfte dabei unterstützen, Unterricht so zu gestalten, dass digitale Kompetenzen von Schüler*innen gefördert werden. Dazu ist in einem nächsten Schritt ist eine Konkretisierung des Strukturmodells notwendig.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Kompetenzen des Computational Thinking werden als Schlüsselkompetenzen im 21. Jahrhundert verstanden. Sie sind notwendig, um Herausforderungen der Digitalisierung begegnen zu können.

Kompetenzanforderungen

keine Angabe

Kompetenzdimensionen

Instrumentell-qualifikatorische Dimension: komplexe Probleme in kleinere Teile logisch, strukturiert und systematisiert gliedern; logisch-analytische Anweisungen und Gestalten von Lösungsstrukturen; Gestalten verallgemeinernder Muster und Modelle, um diese für unterschiedliche Handlungskontexte nutzbar zu machen und um diese zu evaluieren.

Kognitive Dimension: Konzepte entwickeln; Muster erkennen und beschreiben; verallgemeinernde Muster und Modelle erkennen und verstehen, um diese für unterschiedliche Handlungskontexte nutzbar zu machen und um diese zu evaluieren.

Kreative Dimension: logisch-analytische Anweisungen und Gestalten von Lösungsstrukturen; Gestalten verallgemeinernder Muster und Modelle, um diese für unterschiedliche Handlungskontexte nutzbar zu machen und um diese zu evaluieren.

Kritisch-reflexive Dimension: Erkennen, Verstehen und Gestalten verallgemeinernder Muster und Modelle, um diese zu evaluieren.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Kompetenz kann man nicht dirket beobachten. Man kann nur über das Handeln der Menschen Rückschlüsse auf die Kompetenz ziehen. Digitale Kompetenz stellt ist im Vergleich zu Medienkompetenz einen weniger umfassenden - und damit leichter modellierbaren - Kompetenzbegriff dar, da er sich auf das Digitale fokussiert. Die Autor*innen verstehen unter digitaler Kompetenz "die Gesamtheit von verfügbaren oder erlernbaren Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnissen sowie motivationalen und sozialen Bereitschaften sowie Einstellungen (einschließlich Werten, Prinzipien, Strategien, Orientierungen u.a.m.), um Herausforderungen und Probleme einer digitalen Welt mithilfe Computational Thinking zu lösen und um die Lösungen in variablen, sowohl konkreten als auch komplexen Situationen erfolgreich, viabel und verantwortungsvoll unter einer anwendungsbezogenen, technologischen, wissenschaftlichen und einer gesellschaftlich-kulturellen Perspektive nutzen zu können" (S. 44).

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

keine Angabe

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Wiesner, C. & Schreiner, C. (2020). Digitale Kompetenzen: Computational Thinking als Basis eines Kompetenzmodells. In C. Trültzsch-Wijnen & G. Brandhofer (Hrsg.), Bildung und Digitalisierung (S. 29-50). Nomos. https://doi.org/10.5771/9783748906247

Zuletzt geändert am 16. Juli 2024.