Medienkompetenz als Demokratiekompetenz. Herausforderungen für Politik, politische Bildung und Medienbildung

Kurzbeschreibung

Der Beitrag diskutiert Medienkompetenz im Kontext von Demokratieprozessen. Ziel sind das Herausarbeiten der Bedeutung von Medienkompetenz in der digitalen Gesellschaft und der digital geprägten Mediendemokratie sowie die Zusammenführung medienpädagogischer und politikdidaktischer Diskurse. Die Verfasser*innen des Beitrags stellen dafür gebündelt medien- und bildungspolitische Positionen verschiedener Autor*innen vor, die diese selbst im Sammelband "Medienkompetenz - Herausforderung für Politik, politische Bildung und Medienbildung" und auf dem 34. Forum Kommunikationskultur der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur diskutiert haben.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Die digitale Transformation in der Gesellschaft betrifft auch das politische System. Durch das Digitalzeitalter haben sich die politischen Informationsangebote sowie die Möglichkeiten, selbst politisch aktiv zu werden und die öffentliche Willensbildung mitzugestalten, verändert.

Kompetenzanforderungen

Unabhängig des digialen Wandels: Fähigkeit zwischen Nachrichten und relevanter Realität zu unterscheiden; kritische Analyse des Verhältnisses von Politik und Medien in der Mediendemokratie; Kenntnisse über die demokratie-förderlichen Funktionen von Medien; Bewusstsein für die Gefahren einer Überlagerung der Logik der Politik durch die Logik des Mediensystems; kritischer Einblick in die Mechanismen des Politainment; aktives Gestalten und Verbreiten eigener politikbezogener Medienbeiträge; rezeptive Verwendung von Medien zur Informationsgewinnung und politischen Urteilsbildung; Hinsichtlich des digitalen Wandels: ebenso aktives Gestalten und Verbreiten eigener politikbezogener Medienbeiträge und rezeptive Verwendung von Medien zur Informationsgewinnung und politischen Urteilsbildung; technische Kenntnisse und Fertigkeiten; Durchschauen und Beurteilen der technischen und (aufmerksamkeits-) ökonomischen Bedingungen des Mediensystems; dazu zählen angepasste Recherche- und Selektionsfähigkeiten, Orientierungsfähigkeit und das Durchschauen von Rahmenbedingungen der Informationsbereitstellung (z.B. Kenntnisse über Algorithmen, Fake News, Social Bots u.a.). Zusammengefasst, die Fähigkeit, Medien zur gezielten politischen Partizipation zu nutzen.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Medienkompetenz wird als Schlüsselfunktion für die politische Urteils- und Handlungsfähigkeit betrachtet.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

keine Angabe

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Gapski, H., Oberle, M. & Staufer, W. (2018). Medienkompetenz als Demokratiekompetenz. Herausforderungen für Politik, politische Bildung und Medienbildung. In T. Knaus/D. Meister/K. Narr (Hrsg.), Futurelab Medienpädagogik : Qualitätsentwicklung - Professionalisierung - Standards, 34 (S. 71-83). München: kopaed.

Zuletzt geändert am 1. März 2019.