Künstliche Intelligenz – Nutzung und Einstellung in Österreich
Kurzbeschreibung
Seit 2002 werden in Österreich einmal jährlich Daten zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in Haushalten erhoben. 2024 wurden im Rahmen dieser Befragung zusätzlich folgende zusätzliche Themen behandelt: Wie schätzt die Bevölkerung ihr Wissen über Künstliche Intelligenz ein? Wie beurteilt sie die zunehmende Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft? Wie sieht sie deren Einsatz im eigenen Beruf? Inwiefern nutzt sie generative KI? Und inwiefern besteht Interesse, etwas über Künstliche Intelligenz zu lernen? Die Ergebnisse zeigen, dass Künstliche Intelligenz im Alltag der österreichischen Bevölkerung bislang kaum verankert ist. Die Mehrheit schätzt ihr Wissen über Künstliche Intelligenz als gering ein und nutzt keine generativen KI-Tools. Dennoch lassen sich bestimmte Bevölkerungsgruppen erkennen, die der Technologie gegenüber aufgeschlossener sind – sie sind tendenziell jünger, höher gebildet und häufiger männlich.
Annahmen über die Folgen der Digitalisierung
Angesichts ihrer zunehmenden Bedeutung und ihrem Potenzial, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern, rückt Künstliche Intelligenz zunehmend in den Fokus der Politik und wird zudem als relevanter Wettbewerbsfaktor begriffen. So wurde etwa in Österreich eine nationale KI-Strategie erarbeitet, eine Initiative zur KI-Kompetenzbildung gestartet sowie eine Servicestelle zu Künstlicher Intelligenz eingerichtet. Die vorliegende Studie soll dazu beitragen, die österreichische Bevölkerung zukünftig bei den Veränderungen angesichts Künstlicher Intelligenz angemessen zu unterstützen.
Kompetenzanforderungen
keine Angabe
Kompetenzbegriffe (nach dem Papier)
Unterdimensionen (nach dem Papier)
keine Angabe
Kompetenzdimensionen (nach dem Rahmenkonzept von Digitales Deutschland)
Kognitive Dimension: Wissen über Künstliche Intelligenz.
Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz
keine Angabe
Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?
keine Angabe
Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?
In der Befragung wurden vor allem soziodemographische Merkmale wie Alter, Geschlecht, Bildung, Erwerbstatus bzw. Berufsgruppe und der Urbanisierungsgrad abgefragt.
Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz
keine Angabe
Zentrale empirische Befunde über Kompetenz
Die Studie zeichnet ein überwiegend zurückhaltendes Bild in Bezug auf Künstliche Intelligenz. Knapp 75 Prozent der Befragten schätzen ihr Wissen über Künstliche Intelligenz als gering oder nicht vorhanden ein. Demgegenüber gaben nur 5 Prozent an, über sehr viel Wissen zu verfügen, immerhin 22 Prozent schrieben sich viel Wissen zu. Dabei spielen soziodemographische Merkmale eine Rolle – allen voran das Alter. Jüngere Menschen wiesen im Vergleich zu älteren eine deutlich höhere Chance auf, ihr Wissen über Künstliche Intelligenz als hoch einzuschätzen. Zudem übt das Geschlecht einen starken Effekt aus. Die Chance, sich selbst hohes Wissen über Künstliche Intelligenz zu attestieren, sinkt bei den Frauen gegenüber Männern. 31 Prozent der Studienteilnehmenden haben generative KI-Tools wie ChatGPT bereits genutzt. Das Interesse, mehr über KI zu lernen, bleibt jedoch insgesamt verhalten – nur rund jede dritte Person zeigt stärkeres Interesse. Zwischen Wissen, Einstellung und Nutzung besteht ein enger Zusammenhang: Personen, die sich ein höheres KI-Wissen zuschreiben, stehen der Technologie positiver gegenüber und nutzen sie häufiger. Die Mehrheit der Bevölkerung bleibt jedoch zurückhaltend bis skeptisch und nutzt KI bislang kaum.
Quellenangabe
Statistik Austria. (2025). Künstliche Intelligenz – Nutzung und Einstellung in Österreich: Ergebnisse aus der Erhebung zum Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in Haushalten 2024. https://www.statistik.at/fileadmin/pages/284/Kuenstliche_Intelligenz-Nutzung_und_Einstellung_in_OEsterreich.pdf
Sonstige Anmerkungen
Es ergibt sich kein eindeutiges Bild, ob die zunehmende gesellschaftliche Nutzung Künstlicher Intelligenz eher als positiv oder negativ wahrgenommen wird. Unter Erwerbstätigen sehen rund 40 Prozent Künstliche Intelligenz als potenziell nützlich für ihren Beruf. In etwa ebenso viele sehen sie als (eher) wenig nützlich. Hingegen sind mit etwa 10 Prozent verhältnismäßig wenige darüber in Sorge, durch Künstliche Intelligenz potenziell die eigene Arbeit zu verlieren.