BLIKK-Medien: Kinder und Jugendliche im Umgang mit elektronischen Medien

Kurzbeschreibung

Die BLIKK-Studie (Bewältigung Lernverhalten Intelligenz Kompetenz Kommunikation) ist eine Erhebungsstudie, die sich mit dem Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen, deren Entwicklung und Entwicklungsstörungen sowie der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten befasst. Erhoben wurden die Daten durch Fragebögen, ausgeführt von Kinder- und Jugendärzt*innen in allen deutschen Bundesländern, mit Ausnahme von Bremen. Die Ergebnisse beruhen auf den Angaben der Eltern der betreffenden Kinder und Jugendlichen.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

keine Angabe

Kompetenzanforderungen

In der Studie wird ein Umgang mit elektronischen Medien der Kompetenzträger*innen beziehungsweise deren Eltern gefordert, der bei den Kompetenzträger*innen eine gesunde Entwicklung ermöglicht bzw. diese nicht beeinträchtigt oder mit Entwicklungsstörungen einhergeht. Dazu seien besonders auch Selbstregulierung und Selbstkontrolle bei der Nutzung(-sdauer) elektronischer Medien von Bedeutung. Wenn Kinder, Jugendliche oder deren Eltern den genannten Umgang mit Medien ausüben oder ihn bei ihren Kindern erwirken können, der die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nicht gefährdet, so gelten sie laut der Studie als kompetent. Dabei wird Internetnutzungskompetenz (INK), die der Fragebogen von Stodt et al. (2016) erhebt stellenweise mit Medienkompetenz gleichgesetzt.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

keine Angabe

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

Die diversen Fragebögen, die in der Erhebung zum Einsatz kommen, fragen je nach Alter der Befragten folgende Merkmale ab: körperliche und psychosoziale Gesundheitsmerkmale des Kindes, sozioökonomische Merkmale der Familie, Erkrankungen in der Familie, Betreuung, Entwicklungsprobleme, Therapien, Verhaltensauffälligkeiten, Freizeitaktivitäten, Nutzung und Besitz elektronischer Medien, sowie Internetnutzung des Kindes, Medienerziehungsmerkmale der Eltern, Ernährungsverhalten in Verbindung mit Medienkonsum des Kindes, Merkmale der Eltern-Säugling-Beziehung und der Verhaltensregulation von Säuglingen in dieser Beziehung. Insofern beziehen die Methoden der Studie einige Lebenskontext-Merkmale der Befragten mit ein.

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Zentrale empirische Befunde über Kompetenz

Internetkompetenz-Dimensionen wie technische Expertise, sowie Produktion und Interaktion korrelieren positiv mit Werten im Internetsucht-Fragebogen. Dimensionen wie Selbstregulation korrelieren dagegen negativ mit Werten im Internetsucht-Fragebogen. Daraus schließen die Autor*innen, dass Medienkompetenz nur unter Einbezug von selbstregulatorischen Kompetenzen ein präventiver Faktor für problematisches Mediennutzungsverhalten sein kann und somit eine gesunde, störungsfreie Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei gleichzeitigem Umgang mit Medien gewährleisten kann. Die gemessenen Effekte sind dabei klein, aber signifikant. Des weiteren schließen die Autor*innen auf eine verbesserungswürdige Medienkompetenz der Eltern in Bezug auf die Erziehung ihrer Kinder, da Entwicklungsstörungen bei den Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Konzentration, Sprache und Hyperaktivität festgestellt werden, sowie Überschreitungen der empfohlenen täglichen Nutzungsdauer von elektronischen Medien in der jeweiligen Entwicklungsstufe. Die Studie weist darauf hin, dass diese Verbindung in weiteren Studien tiefergehender untersucht werden sollte.

Quellenangabe

Büsching, U. & Riedel, R. (2017). BLIKK-Medien: Kinder und Jugendliche im Umgang mit elektronischen Medien. Abgerufen von https://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Berichte/Abschlussbericht_BLIKK_Medien.pdf

Zuletzt geändert am 1. März 2019.