Aktuelle Debatten beim GMK-Forum 2015 im „Rückspiegel“: Welchen Lösungsbeitrag können medienpädagogische Grundlagen leisten?

Kurzbeschreibung

Tulodziecki erarbeitet ausgehend von den besprochenen Inhalten einer GMK-Tagung und bedingt durch das Aufkommen des Phänomens Big Data eine Matrix für Medienkompetenzförderung in der Schule. Er schlägt dabei eine Dimensionierung nach inhaltlich-thematischen (z.B. Medienangebot) Dimensionen auf der einen Achse und nutzungsbezogen-funktionalen Dimensionen (z.B. Information und Lernen) auf der zweiten Achse vor.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Neue Phänomene der Digitalisierung, wie zum Beispiel Big Data erfordern laut manchen Stimmen auf der GMK-Tagung eine Neuausrichtung der Medienpädagogik auf diese neuen, technologischen Phänomene. Tulodziecki dagegen fordert eher eine unaufgeregte Rückbesinnung auf bereits vorhandene Konzepte der Medienpädagogik, sowie eine gleichermaßen nutzungsbezogen-funktionale, wie inhaltliche-thematische Dimensionierung medienpädagogischer Lehrinhalte. Bisher geschah dies seiner Meinung nach in der Medienpädagogik nur nutzungsbezogen-funktional. Dabei bezieht er sich beispielsweise auf das "Kompetenzorientierte Konzept für die schulische Medienbildung" der Länderkonferenz Medienbildung (2008), die nutzungsbezogen-funktionale Medienkompetenzdimensionen wie "Information", "Kommunikation", "Produktion" und "Analyse" beinhalten. Dagegen beinhalten die Bildungsstandards für die Sekundarstufe I der Gesellschaft für Informatik (2008) neben nutzungsbezogen-funktionalen Bereichen auch thematisch-inhaltliche Bereiche, wie "Algorithmen" und "Informatik, Mensch und Gesellschaft". Diesen Ansatz sollte die Medienpädagogik laut Tulodziecki ebenfalls mit aufnehmen.

Kompetenzanforderungen

keine Angabe

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Medienkompetenzförderung in der Schule sollte, um zeitgemäß zu bleiben, um neue Medienphänomene miteinbeziehen und um sich von anderen Lehrdisziplinen abzugrenzen thematisch-inhaltliche Dimensionen in Medienkompetenz mit aufnehmen. Daraus entsteht bei Tulodziecki eine 4x4-Matrix, in die Lehrprojekte (auch fächerübergreifend) eingeordnet werden können. Diese Matrix spannt sich zwischen nutzungsbezogen-funktionalen "Nutzungsfeldern" und inhaltlich-thematischen "Inhaltsbereichen" auf. Die Nutzungsfelder sind dabei: Information und Lernen, Austausch und Kooperation, Erkenntnisgewinn und Problembearbeitung, Unterhaltung und Spiel. Die Inhaltsbereiche dagegen sind: Medienangebot, Gestaltungsmerkmale von Medien, Medieneinflüsse auf Individuum und Gesellschaft, Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

keine Angabe

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Tulodziecki, G. (2016). Aktuelle Debatten beim GMK-Forum 2015 im „Rückspiegel“: Welchen Lösungsbeitrag können medienpädagogische Grundlagen leisten? In M. Brüggemann, T. Knaus, & D. Meister (Hrsg.), Kommunikationskulturen in digitalen Welten: Konzepte und Strategien der Medienpädagogik und Medienbildung; Schriftenreihe Schriften zu Medienpädagogik (S. 83–98). München: kopaed.

Zuletzt geändert am 1. März 2019.