Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden messen. Validierungsstudie eines Kompetenzrasters

Kurzbeschreibung

Der Beitrag beschreibt die Entwicklung eines Kompetenzrasters zur Erfassung digitaler Kompetenzen von Hochschullehrenden und stellt Ergebnisse der Validierung des Rasters vor. Das vorliegende Modell soll zum einen dazu dienen, digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden zu erfassen und zum anderen, Kompetenzfortschritte abzubilden. Zur Überprüfung des Rasters wurde ein Fragebogen mit Selbsteinschätzungsfragen konstruiert und dieser von 90 Teilnehmenden eines E-Learning-Qualifizierungsangebots ausgefüllt.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Angesichts der Digitalisierung stehen Hochschullehrende vor der Herausforderung, digitale Kompetenzen zu entwickeln bzw. zu stärken, um einerseits die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen und andererseits Studierende beim Aufbau digitaler Kompetenzen unterstützen zu können.

Kompetenzanforderungen

Bei den Lehrenden muss selbst die Grundlage zu digitaler Kompetenz vorhanden sein und dieses Wissen muss auch angewendet und reflektiert werden können. Zusätzlich muss das Wissen an die Studierenden weitergegeben werden, um diese beim Aufbau digitaler Kompetenzen zu unterstützen.

Kompetenzdimensionen

Kognitive Dimension: Informationen beschaffen, bewerten, organisieren und korrekt verwenden.

Instrumentell-qualifikatorische Dimension: Nutzung digitaler Technologien für Studium, Beruf und Alltag.

Kritisch-reflexive Dimension: Analyse und Kritik des eigenen Medieneinsatzes.

Soziale Dimension: Teilnahme in sozialen Netzwerken zum Lernen, Lehren und für Forschung.

Kreative Dimension: Erstellung digitaler Medien für Lehre und Forschung.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

keine Angabe

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

Anwendung digitaler Kompetenz in Rahmen von Lehr- und Forschungstätigkeit von Hochschullehrenden.

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

Die Autor*innen sprechen indirekt Kritik an Selbsteinschätzungsfragen zur Kompetenzmessung an, verweisen jedoch darauf, dass Expert*innen sich in ihren Fähigkeiten realistischer einschätzen als Noviz*innen.

Zentrale empirische Befunde über Kompetenz

Die Befragten schätzten die eigenen digitalen Kompetenzen nach dem Qualifizierungsworkshop in allen Dimensionen höher ein (besonders in den Dimensionen digitale Lehre und digital Produzieren). Ein Kompetenzzuwachs zeigte sich auch bei Dimensionen, die nicht Gegenstand des E-Learning-Zertifikats waren (wie z.B. digitale Wissenschaft).

Quellenangabe

Eichhorn, M. & Tillmann, A. (2018). Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden messen: Validierungsstudie eines Kompetenzrasters. In D. Krömker & U. Schroeder (Hrsg.), DeLFI 2018: Die 16. E-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik e. V.: 10.-12. September 2018, Frankfurt am Main, Deutschland. (GI-Edition. Proceedings, Bd. 284), (S. 69-80). Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V. (GI).

Zuletzt geändert am 15. März 2021.