From Media Education to Digital Citizenship. Origins, perspectives and policy implementations in the school systems across Europe

Kurzbeschreibung

Der Autor stellt zunächst die Konstrukte Medienerziehung, Medienkompetenz/Digitale Kompetenz sowie Digitale Bürgerschaft/Digital Citizenship vor. Daran anschließend werden einige internationale Modelle für diese Bereiche beschrieben, darunter z.B. das European Digital Competence Framework for Citizens (DigComp). Abschließend wird auf mehrere Projekte aus verschiedenen Ländern eingegangen, die Medienkompetenz in der Schule vermitteln sollen. Für Deutschland ist dies das Projekt DigitalPakt Schule.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

In der heutigen Gesellschaft hat das Digitale eine große Bedeutung. Daher sind alle (Bildungs-)Institutionen dazu aufgefordert, anzuerkennen, dass Kompetenzen im Bereich Media und Information Literacy zu Prioritäten der digitalen Agenda der unterschiedlichen Länder gemacht werden müssen.

Kompetenzanforderungen

Schüler*innen (mit Blick auf ihre Rolle als Bürger*innen) sollen fähig sein, digitale Medien angemessen und kreativ zu nutzen. Darüber hinaus sollen sie empathisch sein, fähig, einander zu respektieren, sich nicht scheuen, ihren Rechten Ausdruck zu verleihen und diese - sowohl ihre eigenen als auch die anderer - auch in digitalen Kontexten zu verteidigen.

Kompetenzdimensionen

Soziale Dimension: Mit Hilfe digitaler Technologien mit anderen interagieren, kommunizieren und kollaborieren.

Instrumentell-qualifikatorische Dimension: Informationen und Inhalte lokalisieren und abrufen.

Kognitive Dimension: Die Relevanz einer Quelle und eines Inhalts beurteilen.

Kreative Dimension: Digitale Inhalte kreieren und editieren.

Kritisch-reflexive Dimension: Sich der Auswirkungen digitaler Medien und der eigenen Mediennutzung auf die Umwelt gewahr sein.

Affektive Dimension: In mehreren Modellen zu Digital Citizenship wird auf die Bedeutung, affektiver Aspekte verwiesen (gerade mit Blick auf eine gelingende Kommunikation untereinander). So wird etwa Empathie für eine positive Online-Interaktion als notwendig erachtet (COE, 2016)..

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Für Digital Citizenship sind rein instrumentell-qualifikatorische Fähigkeiten (in dem Sinne, zu wissen, wie man digitale Technologien nutzt) notwendig, aber nicht ausreichend. Vielmehr müssen Bürger*innen sich mit prosozialem Verhalten und demokratischen Werten aktiv einbringen.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

In Strategien verschiedener europäischer Staaten zu Digital Citizenship werden Rahmenbedingungen auf unterschiedlichen Ebenen einbezogen. Häufig geht es dabei um Überlegungen zur Technikausstattung von Schulen, aber auch um die Fortbildung von Lehrkräften (u.a. mit Blick die Lebenskontexte der Schüler*innen).

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Soriani, A. (2018). From Media Education to Digital Citizenship. Origins, perspectives and policy implementations in the school systems across Europe. Ricerche di Pedagogia e Didattica. Journal of Theories and Research in Education, 13(3), 85-122.

Zuletzt geändert am 15. März 2021.