Kulturell-ästhetische Medienbildung 2.0. Aspekte ästhetischen Lernens in einer technisch-medialen Zeit

Kurzbeschreibung

Zacharias konstatiert in seinem Beitrag, dass sich die Bedingungen für das Aufwachsen im Kontext von Bildung und Erziehung, Sozialisation und Lernen seit 2000 durch die digitale Medialität und Medienkonvergenz deutlich verändert haben. Ästhetik und Kulturkunst erhalten eine neue und erhöhte Bedeutung. Partizipative Web 2.0-Kommunikation, neue soziale Netzwerke und individuelle, mediale Gestaltungsmöglichkeiten basieren immer auf Wahrnehmung. Kulturell-ästhetische Medienpädagogik verbindet und konzentriert diese Dimensionen von realen Lebenswelten über virtuelle Medienwelten bis hin zu einer Einheit, die auch Sinne und Kunst einbezieht, in einem ausgleichenden Zusammenspiel.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Durch die Digitalisierung, hauptsächlich seit dem Jahr 2000, wurde das Aufwachsen mit sozialen Netzwerken immer bedeutsamer. Denn, soziale Netzwerke bringen nicht nur zahlreiche Chancen mit sich, sondern auch Gefahren. Zu den Gefahren gehören digitale Freundschaften, die realweltliche Beziehungen erweitern, eine stärkere Selbstdarstellung sowie die permanente Kommunikation und Interaktion mit Anderen.

Kompetenzanforderungen

Ziel der kulturell-ästhetischen Bildung ist es, Autonomieerleben und Kompetenzerfahrungen zu fördern, das Erleben von sozialer Zugehörigkeit zu ermöglichen sowie selbstgesteuertes und komplementäres Lernen zu unterstützen. Außerdem ist die Konstruktion von Identität von besonderer Wichtigkeit, um die Möglichkeit des Annehmens und Auslebens von unterschiedlichen „Ichs“ in der digitalen Welt zu gewährleisten. Zudem soll ein Bewusstsein über die Risiken des Internets entwickelt werden sowie ein reflektierter Umgang mit Medien und Daten gefördert werden.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Zacharias argumentiert, dass das Konzept des ästhetischen Lernens zugunsten der Medienbildung 2.0 erweitert werden soll. Denn, die Interpretation und die Gestaltung von Welt- und Wirklichkeitswahrnehmungen sowie die Erweiterung von Ausdrucksmöglichkeiten spielen eine entscheidende Rolle für die kulturell-ästhetische Medienbildung. Laut Zacharias sind Medien ästhetisch formatiert und das Ästhetische ist immer auf Medialität bezogen. Dementsprechend werden daraus Realitätswahrnehmungen, Bedeutungen, Interessen, Handlungen, Wissen und Gefühlen konstruiert und gesteuert. Medienkompetenz wird durch die kulturell-ästhetische Kompetenz erweitert. Zudem argumentiert Zacharias, dass Medienkonvergenz nicht nur in der Medienwelt zustande kommt, sondern auch zwischen Medien- und Sozialwelten. Aus diesem Grund muss die kulturelle Bildung in Zukunft diesen konvergenten Aspekt berücksichtigen. Ohne Medien kann keine kulturelle Bildung stattfinden, was in der Folge bedeutet, dass Kinder und Jugendliche ihre Weltansichten künstlerisch gestalten sollen, wobei die Gestaltung mithilfe von zeitgemäßen und jugendaffinen Ausdrucksmitteln (wie Creative Gaming oder Digital Storytelling) erfolgen soll.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

keine Angabe

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Zacharias, W. (2013). Kulturell-ästhetische Medienbildung 2.0. Aspekte ästhetischen Lernens in einer technisch-medialen Zeit. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 16(3), 273 - 296.

Zuletzt geändert am 1. März 2019.