Medien als Mittel der Weltaneignung. Zur Medienkompetenz als Teil der kulturellen und ästhetischen Bildung.

Kurzbeschreibung

Max Fuchs Beschreibt Medien als Werkzeug zur Weltaneignung im Rahmen von kultureller und ästhetischer Bildung. Bildung geht für ihn dabei über pures Wissen oder Fähigkeiten hinaus, sondern befähigt zu einem subjektiv guten Leben. Dementsprechend ist sein Verständnis von Medienkompetenz auch weniger technisch-funktional, sondern ganzheitlicher auf ein subjktiv gutes Leben der Kompetenzträger*innen ausgerichtet.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Neue, digitale Medien sind keine Nischenerscheinung mehr, sondern in der breiten Öffentlichkeit angekommen und erfordern eine Auseinandersetzung mit dem Thema Medienbildung. Dies auch im Bereich der kulturellen Bildung und über bloße Verbote hinaus.

Kompetenzanforderungen

Dem Autor zufolge sollte die einzige Kompetenzanforderung eine sehr umfassende sein, nämlich die der Weltaneignung. Wenn es Menschen gelingt, sich ihre Welt - in diesem Fall durch Medien - so anzueignen, dass sie ein gutes, gelingendes und glückliches Leben führen, so sollten sie nach Fuchs als umfassend medienkompetent gelten. Allerdings sei hier darauf verwiesen, dass sein Medienbegriff weit gefasst ist und auch Künste im Allgemeinen als Medien betrachet werden.

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Menschen nehmen ihre Welt vermittelt wahr. Diese Vermittler, die zwischen den Menschen und der Welt stehen, sind Medien. Medien sind somit Werkzeuge zur Weltaneignung und zur Kompetenzausbildung. Max Fuchs versteht weiterhin Bildung als Lebenskompetenz, die Voraussetzung für ein gutes, gelingendes und glückliches Leben ist. Dementsprechend sollte Medienbildung Medienkompetenz bedeuten, die Voraussetzung für ein gutes, gelingendes und glückliches Leben im Umgang mit Medien ermöglicht. Fuchs‘ Medienbegriff ist dabei weit gefasst. Ihm zufolge lassen sich auch die Künste allgemein als Medien begreifen. Sie sind dann nur von den technischen Medien abzugrenzen.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

Max Fuchs nennt keine expliziten Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen, sieht Medienkompetenz aber per se als individuellen Prozess an. Dementsprechend müssten Lebenskontexte für ihn stets zu berücksichtigen sein.

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Fuchs, M. (2013). Medien als Mittel der Weltaneignung: Zur Medienkompetenz als Teil der kulturellen und ästhetischen Bildung. Abgerufen von www.maxfuchs.eu/wp-content/uploads/2014/03/Medien-als-Mittel-der-Weltaneignung-Marburg.doc

Zuletzt geändert am 1. März 2019.