Medienbildung

Kurzbeschreibung

Gerhard Tulodziecki diskutiert in seinem Positionspapier den Begriff der Medienbildung. Er arbeitet dabei die Bezüge zwischen Medien und Bildung im medienpädagogischen Diskurs heraus. Sowohl die Medien als auch die Bildung werden dabei als separate begriffliche Bestandteile von Medienbildung näher betrachtet. Um zu diskutieren, ob Medienbildung als zusammenfassender Begriff oder als medienpädagogische Kernkategorie zu fassen ist, verweist er unter anderem auf den Begriff der Medienkompetenz. Dabei stellt er sich die Frage, ob der Begriff der Medienkompetenz durch den der Medienbildung ergänzt oder gar ersetzt werden sollte und skizziert verschiedene Positionen, die das Verhältnis der Begriffe als verbindend oder als eigenständige Kategorien betrachten. Der Autor selbst plädiert allerdings für ein zusammenfassendes Begriffsverständnis von Medienbildung, zu dem somit auch die Medienkompetenz zu zählen ist.

Annahmen über die Folgen der Digitalisierung

Es werden keine konkreten Annahmen über die Folgen der Digitalisierung gemacht. Im Kontext der Diskussion um den Konnex Medien und Bildung wird jedoch konstatiert, dass der sich aktuell andeutende vierte Bezug zwischen Medien und Bildung – Medien als notwendige Bedingung für Bildung – mit der zunehmenden Mediatisierung immer bedeutsamer geworden ist.

Kompetenzanforderungen

Kritikfähigkeit; reflexive Haltungen; Orientierungswissen; Selbststeuerung; funktionales Kompetenzverständnis

Zentrale theoretische Annahmen über Kompetenz

Medienkompetenz kann als Teil eines zusammenfassenden Begriffsverständnisses von Medienbildung verstanden werden.

Perspektive der Kompetenzträger*innen auf Kompetenz einbezogen?

keine Angabe

Lebenskontexte der Kompetenzträger*innen einbezogen?

keine Angabe

Herausforderungen der Erfassung von Kompetenz

keine Angabe

Quellenangabe

Tulodziecki G. (2017). Medienbildung. In B. Schorb/ A. Hartung-Griemberg/ C. Dallmann (Hrsg.), Grundbegriffe Medienpädagogik (6., neu verfasste Auflage), (S. 222 - 228). München: kopaed.

Zuletzt geändert am 1. März 2019.