Zentrale Ergebnisse des Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025
Zum dritten Mal hat Digitales Deutschland die deutschsprachige Bevölkerung ab 12 Jahren nach ihren Kompetenzen, Einstellungen zu und Handeln mit Digitalen Medien und insbesondere zu Künstlicher Intelligenz (KI) befragt. Der Ergebnisbericht „Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025“ zeigt erneut: Die Bevölkerung ist auf dem Weg zu einer digitalen Gesellschaft, hat aber noch ein gutes Stück zu gehen. Welche Hürden den Menschen dabei im Wege stehen und wie sie beim Kompetenzerwerb unterstützt werden können, ist im „Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025“ näher beschrieben.
Nach wie vor trauen sich die meisten Befragten zu, online den eigenen Wünschen entsprechende Informationen finden zu können. Auch respektvoll auf Inhalte anderer zu reagieren sowie Inhalte zur Unterhaltung auszuwählen, können viele nach eigener Angabe (eher) gut.
Die Ergebnisse weisen jedoch auch darauf hin, dass sich die Bevölkerung dem digitalen Wandel in wichtigen Fragen nicht gewachsen sieht. Für 96 Prozent der Befragten ist Datenschutz (eher) wichtig. Zugleich schätzen sie ihre Fähigkeiten diesbezüglich zum Teil deutlich verhaltener ein. Zudem klaffen Relevanz- und Selbsteinschätzung vor allem bei folgenden Aspekten deutlich auseinander:
- technische Schwierigkeiten eigenständig beheben
- erkennen, wem man im Netz vertrauen kann und wem nicht
- Risiken der Nutzung digitaler Medien erkennen
- die Glaubwürdigkeit von Quellen einschätzen
Demgegenüber erfahren vor allem kreative Fähigkeiten vergleichsweise geringe Anerkennung.
Des Weiteren wird aus den Ergebnissen der Studie deutlich, inwiefern mit unterschiedlichen Lebens- und Bildungskontexten ungleiche Chancen zur Aneignung von KI verbunden sind. Menschen bringen sich Kompetenzen im täglichen Handeln vor allem selbst bei – ggf. mit Hilfe ihres sozialen Umfeldes oder medialer Angebote. Die Bildungskontexte variieren je nach Lebensalter und -lage.
Weitere Ergebnisse des „Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025“ sind:
Der Großteil der Bevölkerung sieht sowohl Chancen als auch Risiken in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Solche Einstellungen haben auch Einfluss darauf, wie Menschen mit neuen Technologien umgehen.
Während 2023 noch Roboter das Bild von KI prägten, denken die Menschen heute vor allem an Chatbots oder KI-generierte Inhalte.
Die meisten Befragten haben ein eher vages Verständnis davon, was KI ist. Als Expert*innen nehmen sich mit drei Prozent der Befragten nur wenige wahr.
Die meisten Teilnehmenden sind sich der Grundlagen zum Verständnis von KI bewusst. Dazu zählt, dass Menschen beim Programmieren von KI eine bedeutende Rolle spielen oder dass eine KI aus Daten lernt. Eine Herausforderung sehen die Befragten für sich aber darin, zu wissen, woran sie erkennen können, ob Unternehmen mit den eigenen Daten verantwortungsvoll umgehen.
Methodensteckbrief:
Studie: Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025
Forschungsverbund: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Kooperation mit der Universität Siegen und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Erhebung: Gesellschaft für innovative Marktforschung (GIM)
Unterstützung bei Auswertung und Verschriftlichung: Berliner Institut für Sozialforschung (BIS)
Methode: Repräsentative Befragung, computergestützte Telefoninterviews
Zeitraum: 21. Januar – 20. März 2025
Stichprobe: 2.013 deutschsprachige Personen ab 12 Jahren
Der Bericht ist über den kopaed-Verlag erhältlich und steht hier zum Download bereit.

Zudem steht ein umfangreicher Foliensatz als Download zur Verfügung.
Zentrale Ergebnisse des „Kompass: Künstliche Intelligenz und Kompetenz 2025“ können Sie in diesem mehrmerz-Podcast anhören.