REDAKTION

Autor*innen und Sparring

REDAKTION

Autor*innen und Sparring

Prof. Dr. Sven Barnow

Prof. Dr. Sven Barnow ist Leiter der Arbeitseinheit für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er beschäftigt sich mit der Bedeutung der Emotionsregulation für psychische Gesundheit und hat hierzu gemeinsam mit seinem Team eine Vielzahl von Studien durchgeführt und publiziert. Daraus ist u.a. das Training „Gefühle im Griff“ entstanden, dass seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführt wird. Er wäre froh, wenn Emotionsregulation nicht als Softskill betrachtet würde, sondern als maßgebliche Fähigkeit, die bedeutsam für eine Vielzahl von Lebensbereichen ist.

220511_digid_autoren_barnow

Dr. Niels Brüggen

Niels Brüggen brennt für medienpädagogische Forschung – das hat ja auch irgendwas mit Emotionen zu tun. In seiner Dissertation hat er sich intensiv mit ästhetischen Werturteilen auseinandergesetzt und welche Bedeutung ihnen im Medienhandeln zukommt. Dabei geht es auch um die Anerkennung von affektiv gefärbten Urteilen als Teil der menschlichen Rationalität. Entsprechend ist ihm diese Magazin-Ausgabe ein Herzensanliegen – aber auch die Leitung der Abteilung Forschung am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

220511_digid_autoren_niels

Laura Cousseran

Laura Cousseran ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und arbeitet im Projekt Digitales Deutschland vor allem an der Weiterentwicklung der Literaturdatenbank. Aktuell stellt sich die Frage, welche unterschiedlichen Bedeutungen Emotionen haben, wenn wir von Medienkompetenz sprechen. Sie findet es spannend, aus welch unterschiedlichen Blickwinkeln man Emotionen betrachten kann – sei es der Blick auf die eigene Gefühlswelt, das Einfühlen in andere oder vieles mehr – und welche Rolle Emotionen in Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts spielen.

220511_digid_autoren_laura

Kathrin Demmler

Kathrin Demmler ist Direktorin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Sie ist stolz, dass das JFF gemeinsam mit tollen Partner*innen das Projekt Digitales Deutschland umsetzen darf und sich seit der ersten Ideenskizze mit dem Projekt befasst. Die Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Emotionen im Umgang mit Medien hält sie für ein noch viel zu wenig beachtetes Feld und freut sich sehr, dass sich die dritte Ausgabe des Magazins diesem Thema annimmt.

220511_digid_autoren_kathrin

Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg

Anja Hartung-Griemberg ist Professorin für Kultur- und Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Im Forschungsverbundprojekt „Digitales Deutschland“ richtet sie ihre Aufmerksamkeit vor allem auf ältere Menschen. In der fortschreitenden Digitalisierung sieht sie viele Chancen in Hinblick auf ein selbst- und mitbestimmendes Leben im höheren Alter. Das setze aber voraus, dass nicht die Technik zum Maßstab erhoben wird, sondern die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Zielgruppen im Mittelpunkt stehen. Das bedeute auch, nicht nur auf Wissen und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien zu fokussieren, sondern auch die emotionalen und mithin genussvollen Aspekte im Blick zu behalten.

220513_digid_autoren_anja

Simon Herrmann

Simon Herrmann ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF für so allerlei zuständig. Wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, statistische Auswertungen zu überprüfen, baut er Websites oder schreibt Erklärungstexte über Lachyoga. Wenn er an das Thema Emotionen denkt, fallen ihm die Ergebnisse einer Repräsentativbefragung im Projekt Digitales Deutschland ein. Hier zeigte sich, dass viele Befragte emotionale Kompetenzen bei der Nutzung von digitalen Medien nicht so wichtig finden. Die Vernachlässigung emotionaler Kompetenzen findet er jedoch bedenklich. Denn auch wenn sich unser Leben bald ins Metaverse verschieben sollte, werden wir weiterhin emotionale Wesen bleiben.

220511_digid_autoren_simon

Prof. Dr. Dagmar Hoffmann

Dagmar Hoffmann beschäftigt sich in kultur- und mediensoziologischer Hinsicht mit Prozessen gesellschaftlicher Ästhetisierung und zugehörigen Kreativitätsimperativen. Sie erforscht kreative Praktiken und Ausdruckformen des Do-it-Yourself sowie Artefakte im Netz. Sie ist Professorin für Medien und Kommunikation sowie Gender Media Studies an der Universität Siegen. Im Projekt Digitales Deutschland interessiert sie sich für die diskursiven Verhandlungen von Künstlicher Intelligenz.

220511_digid_autoren_dagmar

Achim Lauber

Achim Lauber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF und arbeitet im Projekt Digitales Deutschland vor allem an den qualitativen Studien mit. Dabei sieht er, dass die Bedeutung von KI wesentlich davon abhängt, wie sie von Menschen wahrgenommen wird. Neben Fragen des Wissens um und der Bewertung von KI geht es dabei auch um die Gefühle, die wir beim Handeln mit KI erleben. Besonders spannende Themen dieser Magazinausgabe sind deshalb: Welchen Einfluss haben KI-Phänomene auf Selbstwirksamkeit und Kompetenzerleben im Alltagshandeln? Welche Aspekte von KI erweitern unseren Horizont, welche schränken uns in der Freiheit des Handelns ein?

220511_digid_autoren_achim

Prof. Dr. Margreth Lünenborg

Margreth Lünenborg ist Professorin für Journalistik am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie wünscht sich, dass ein allzu simples Denken, das Gefühle als irrational deklariert und gesellschaftliche Weiterentwicklung allein der Rationalität zubilligt, schon bald aus der Mode kommt. Die Beobachtung ihrer eigenen Mediennutzung trägt für sie täglich dazu bei: Neugierde, Angst, Mitgefühl – alles dabei.

220511_digid_autoren_miriam

Dr. Elgen Sauerborn

Elgen Sauerborn ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Wie die meisten Menschen verfügt auch sie über implizites und explizites Gefühlswissen und vor allem letzteres wendet sie in ihrer Forschung zu Emotionen und Affekten am DFG-Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ an der Freien Universität Berlin an.

220511_digid_autoren_sauerborn

Maximilian Schober

Maximilian Schober entdeckt gerade als wissenschaftlicher Mitarbeiter am JFF – Institut für Medienpädagogik das Grusel-Gefühl von Jugendlichen, wenn sie merken, dass ihnen das algorithmische Empfehlungssystem von Instagram oder TikTok zu nahe kommt. Er selbst gruselt sich auch oft vor der Vorstellung in einer Welt zu leben, in der Tech-Unternehmen scheinbar alles über einen wissen. Der Grusel schwindet jedoch schnell, sobald er sieht, dass Instagram denkt, ihm würde Werbung für „Handtaschen“ und „Autos“ gefallen.

220511_digid_autoren_max

Dr. Laura Sūna

Laura Sūna ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen. Im Projekt Digitales Deutschland interessiert sie sich dafür, welche Emotionen in Online-Kommentaren auf Nachrichtenportalen und bei Facebook, YouTube und Instagram mit Künstlicher Intelligenz assoziiert werden. Dabei findet sie spannend, herauszufinden, wie eine Entzauberung der Technologie durch KI-bezogene Kompetenzen möglich sein kann.

220511_digid_autoren_laura-suna

Sandrine Tausche

Sandrine Tausche ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am JFF für diese Magazinausgabe mit verantwortlich. Spannend findet sie, was für eine unglaublich große Rolle Emotionen in unserem Leben spielen und sie trotzdem so oft als irrationale Phänomene gesehen werden, die es gilt zu kontrollieren. Wie kann es sein, dass die Fähigkeit mit etwas umzugehen, das jede*r von uns täglich (auch unbewusst) erlebt, als nicht besonders wichtig eingeschätzt zu werden scheint?

220511_digid_autoren_sandrine

Bildrechte

Foto von Prof. Dr. Sven Barnow © privat
Foto von Prof. Dr. Margreth Lünenborg © Miriam Klingl
Foto von Dr. Elgen Sauerborn von © Miriam Klingl
Foto von Laura Sūna © privat
Fotos des restlichen JFF-Teams © Anja Berg

Kompetent
EDITORIAL

Emotionen

Das Editorial leitet Sie durch die dritte Magazinausgabe zum Thema Emotionen.

01

Fünf Fragen aus dem Netz

Was interessiert Internetnutzer*innen, wenn es um Emotionen geht? Wir liefern Antworten auf häufig gestellte Fragen.

02

Affektiv kompetent

Emotionen, Affekte und Medienkompetenz – wie gehört das zusammen? Mit Blick auf das Rahmenkonzept von „Digitales Deutschland“ gehen Laura Cousseran und Dr. Niels Brüggen der Frage nach, welche Fähigkeiten als Teil der affektiven Kompetenzdimension verstanden werden können.

03

Online-Kommentare zu KI – zwischen Angst und Hoffnung

Instagram, Facebook, YouTube, Spiegel-Online: Dr. Laura Sūna und Prof. Dr. Dagmar Hoffmann stellen vor, welche Emotionen sich bezüglich KI in Online-Kommentaren zeigen.

04

Spielen, Schwelgen, Lieben und Scherzen

Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg beschreibt Facetten des emotionalen Umgangs Älterer mit digitalen Medien.

05

„Ziemlich gruselig“

Wie Emotionen von Jugendlichen zu algorithmischen Empfehlungssystemen in der Bildungsarbeit genutzt werden können, erklären Maximilian Schober und Sandrine Tausche in diesem Beitrag.

06

Wissen, Gefühle und ihr Einfluss auf soziales Handeln

Die Soziologin Dr. Elgen Sauerborn legt dar, wie unser Wissen und unsere Gefühle sich gegenseitig und unser soziales Handeln in digitalen Räumen beeinflussen.

07

Der Umgang mit Emotionen im digitalen Zeitalter

Eigene Emotionen erkennen und regulieren: Welche Möglichkeiten und Grenzen digitale Medien mit sich bringen, erklärt uns Prof. Dr. Sven Barnow, Leitung der Klinischen Psychologie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg.

08

„Er kann sich nicht verlieben, er ist ein Roboter, ein Algorithmus“

Die Geschichte einer 40-jährigen Frau, die sich in einen Roboter verliebt: ein Interview mit Fernsehproduzentin Katja Herzog und der Drehbuchautorin Eva Lia Reinegger.

09

Hassen, mitfühlen, mobilisieren

Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Professorin für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Journalistik, wirft einen Blick auf die affektive Kommunikation mit digitalen Medien.

10

Begriffe2go

Unser Team liefert verständliche Erklärungen zu Begriffen, die im Zusammenhang mit Emotionen häufig auftauchen.

11

Lieber Mensch

In einer fiktiven Botschaft an uns Menschen stellen sich unsere Emotionen vor und interessieren sich dafür, wie wir mit ihnen umgehen.